Mittwoch, 27. Mai 2015

My Inspiration in Life is being happy.

Manchmal frage ich mich, was für mich wirklich wichtig ist im Leben. Ich sehe in den Spiegel, betrachte mich und frage mich, was ich bisher erreicht habe und wo meine Ziele sind. Manchmal kann ich sie nicht sehen.

Dann sehe ich nur ein Gesicht, dass mir nicht viel zu erzählen hat. Es ist zweifellos ganz okay, manche würden es eventuell sogar als hübsch bezeichnen. Und wenn ich mich "zurecht mache", bin ich zuweilen recht zufrieden. Doch was steckt dahinter? Hinter dem Gesicht, das alle sehen?

Wenn ich unterwegs bin, sehe ich mir die Gesichter der Menschen an, die meinen Weg kreuzen. Besonders hübsche fallen besonders ins Auge. Besonders schöne Figur, besonders runder Po, besonders gutes Aussehen. Ob diese Menschen, die geschäftig vorbei eilen, sich genauso im Spiegel betrachten? Ob sie sich fragen, wohin ihr Leben sie führt? Ob sie das richtige tun, ob sie zufrieden sind mit sich selbst?

Es gibt Menschen da draußen, die glauben, dass "schöne Menschen" es leichter im Leben haben, es bequemer haben, einfacher ihre Ziele erreichen. Dass ihr gutes Aussehen ihnen Wege ebnet und Türen öffnet. Es gibt Menschen, die meinen, "schöne Menschen" könnten sich auf ihrer Schönheit ausruhen und bekämen trotzdem alles.
Ich setze "schöne Menschen" bewusst in Anführungszeichen, da Schönheit wohl ganz klar im Auge der Betrachter liegt, woraus im Grunde ganz klar die Schlussfolgerung entstehen sollte, dass Schönheit von jedem von uns anders wahrgenommen wird.
Schönheit ist universell, es gibt keinen Maßstab dafür und keine Regeln. Hin und wieder gibt es einen, der meint, Schönheit sei berechenbar, doch dem entgegen steht immer die Feststellung, dass Schönheit die Ausnahme von der Regel ist. Und überhaupt - was macht für uns einen Menschen schön?
Ist es jemand, der sich schminkt und stylt, die Haare toupiert und sich bräunt, damit er ein Idealbild von sich selbst erreicht? Ist es jemand, der sich Botox spritzen und sich operieren lässt, damit er die Idealform von sich erreicht? Diese Ideale, die in unserem Kopf sind, erwachsen aus einem Bild, sich selbst nie genug zu sein. Sie entstehen durch Vergleiche mit anderen, die augenscheinlich besser, schöner, perfekter sind als wir selbst. Wir setzen alles daran, uns selbst zu genügen, indem wir - den Blick auf andere gerichtet - ein Ziel erreichen wollen, das uns nicht glücklich macht. "Being happy" - glücklich sein. Haben wir das schon verlernt? Vergessen?


Wir versäumen es, auf unser Herz und unseren Körper zu hören, der uns längst anfleht, aufzuhören, wenn wir zu weit gehen. Wir brennen darauf, schön zu sein, schöner als die anderen, einfach besser, dass wir lange verlernt haben, hinzusehen, hin zuhören. Die Stimme in uns, die bettelt, uns so zu akzeptieren, wie wir sind, mit unseren Schwächen und Fehlern, die uns einzigartig machen, wird zum Schweigen verurteilt. Dabei ist unsere einzige wirkliche Chance auf echtes Glück ein friedliches Leben in Gesundheit und ohne Zweifel. Und das erreichen wir nur, wenn wir aufhören, anderen hinterher zu eifern, uns selbst als mangelhaft zu empfinden und unsere Makel endlich als Schönheitsflecken zu sehen.

Krumme Nase, schiefe Augenbrauen, große Ohren, große Füße, Speckrolle oder Dehnungsstreifen... all das sehe ich, wenn ich mich im Spiegel sehe. Was dahinter steckt, kann keiner sehen. Doch wenn ich lächle - und es ein ehrliches Lächeln ist - dann können andere sehen, dass ich glücklich bin. Denn das ist mein Ziel. Das einzige Ziel, das wirklich zählt. Und dabei ist es egal, wie die anderen mich sehen, wenn ich vorbei gehe, solange ich mir selbst genug bin.

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