Montag, 29. Juni 2015

Denkmal - das Ding mit dem Luxus

Auf Journelles las ich kürzlich einen sehr interessanten Artikel über das Thema Luxus. Er war sehr lang und aufschlussreich, deckte er sich doch zum Teil auch mit meinen Vorstellungen. Dazu gab es unzählige Kommentare, die alle so vielgestaltig und umfangreich waren, dass ich sie zu lesen recht bald aufgab. Es war regelrechter Zündstoff, denn es wurde auch energische Kritik laut. Ich stelle fest, dass nahezu jeder eine andere Einstellung zum Thema Luxus hat. Doch es lassen sich einige Dinge finden, die die meisten Aussagen gemeinsam haben.

Luxus wird zu einem großen Prozentsatz mit viel Geld in Verbindung gesetzt. Wer viel Geld hat, kann sich Luxus leisten. Gemeint sind hier wohl aber viel mehr Luxusgüter, z.B. ein teures Schmuckstück, eine hochwertige Handtasche usw.
Und Luxusgüter erzeugen vor allem in Deutschland häufig Neid. Und Frust darüber, sich selbst ebendiese Güter nicht leisten zu können.

Luxus kann aber auch anders sein. Immateriell. Luxus kann Zeit sein, Liebe, Freiheit (!) oder Familie. Gesundheit ist sicher für einen Kranken großer Luxus, sollte es aber für uns alle sein.

Was immer wieder deutlich für mich wird, ist, dass Luxus per Definition immer ein Wunsch oder ein Traum ist. So wie der Mangel an Luxus uns deprimieren kann, so kann er auch Antrieb sein. Gerade materieller Luxus spornt manche Menschen zu Höchstleistungen an. Zum Sparen. Ein schöner Urlaub zum Beispiel. Dafür lohnt es sich, auf dieses und jenes zu verzichten. Luxus lässt uns Ziele erreichen. Wir strecken uns danach, denn Luxus erreicht zu haben, erzeugt Freude und Stolz. Ein Ziel erreicht zu haben, macht uns reicher. Luxus ist Lohn für unsere Mühe.
Wie dieser Lohn aussieht, ist stets unsere eigene Sache.
Ein Eisbecher für den, der eine Diät erfolgreich durchgehalten hat. Eine schöne Handtasche für die Frau, die sich lange schon nichts mehr gönnt. Ein teures Auto für den Mitarbeiter, der endlich seine Beförderung kassiert. Oder Zeit mit seinen Kindern für den Manager, der seit Wochen in Übersee war. Wovon wir auch träumen, was auch immer wir uns sehnlichst wünschen, das wir zu erreichen suchen mit unserem Herzen, ist unser Luxus im Leben.

Wir definieren ihn alle anders, doch entscheidend ist, welche Einstellung wir zu ihm haben. Lässt er uns wachsen oder schrumpfen, macht er uns glücklich oder stumpft er uns ab. Und wie glücklich kann uns materieller Luxus wirklich machen? Und wie dauerhaft?


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