Sonntag, 28. Juni 2015

How do you: Konkurrenz?

Ich lackiere mir gerade die Nägel und während der Lack trocknet - für einen meiner nächsten Posts, lese ich andere Blogs. Nicht, weil ich abgucke sondern weil ich Erfahrungen sammeln möchte. Wie macht ihr das?



Dieser Post richtet sich vor allem an andere Bloggerinnen. Viele Blogs, die ich lese und denen ich folge, ähneln sich. Klar, liegen sie doch zum großen Teil in meinem Interessenbereich: Mode, Beauty, Lifestyle. Doch ich meine nicht nur die Inhalte. Das äußere Erscheinungsbild eines Blogs, der erste Eindruck, bestimmt darüber, ob wir überhaupt lesen. Und so machen viele Blogs auf mich einen cleanen, reduzierten, aufgeräumten Eindruck. Kein unnötiger Schnickschnack, keine bunten Farben, keine Blümchen und Herzchen und und und. Schwarz auf weiß.
Natürlich soll da die Information im Vordergrund stehen und nichts soll von den Bildern ablenken.  Soweit alles logisch, doch wo bleibt die Individualität? Worin unterscheidet ihr euch da noch?

Wenn ich mich so durch den Blogger-Dschungel lese und kommentiere, frage ich mich, wie sehr seid ihr eigentlich Konkurrentinnen? Es gibt genug Labels da draußen, die ein junges, hübsches Ding mit guter Ausdrucksweise nur zu gern für eine Kooperation gewinnen möchten. Schließlich seid ihr die modernen Meinungsmacher und entscheidet z.T. über Wohl und Wehe der Marken am Markt. Nur gibt es auch genug Blogger da draußen, die gern für Kooperationen gewonnen werden wollen. Seid ihr neidisch auf eine andere, die mehr Geschenke bekommt, mehr Follower hat, mehr Einladungen zu Events, die Urlaub macht und Shootings hat und deren Bilder immer besonders gelungen sind?

Manchmal lese ich zwischen vielen Kommentaren so etwas heraus. Auch von Bloggerinnen selbst, die die Lage kennen. Jemand würde seine Stellung ausnutzen, nicht mehr authentisch sein (das scheint ein großes Thema), den Marken nach dem Mund reden, sich kaufen lassen. Geht es da wirklich darum, andere wieder auf den rechten Weg zu bringen oder schwingt da ein angekratztes Ego mit?
Ich schätze, so gern wir das auch wollen, wir sind nicht immer frei vom Das-Gras-ist-nebenan-grüner-Gedanken.
Nur, spornt euch das an oder bedrückt es euch? Nehmt ihr Ideen anderer auf und nutzt sie für euch oder muss alles immer 100% von euch selbst kommen? Und wenn nicht, verweist ihr auf den Ideengeber bzw. den anderen Blogger?
Oder gefällt es euch, zu wissen, dass dieser oder jener Post sich um etwas dreht, wovon andere Mitstreiterinnen nur träumen können? Teil ihr die Früchte eurer Arbeit auch gern mit dem Wissen, dass die anderen Augen machen werden, wenn sie es lesen?

Wenn ich ehrlich bin, habe ich bisher nichts geteilt, weshalb andere Augen machen könnten, darum kann ich nur für die andere Seite der Medaille sprechen. *EhrlichkeitsmodusOn* Ja, ich bin manchmal neidisch und mache Augen und habe das Gefühl, in einer ewigen Reihe von Konkurrentinnen aufgestellt zu sein, ich ganz hinten natürlich. Ich denke nicht, dass das verwerflich ist... oder? Ich gönne jeder von euch ihren Erfolg, denn jede von euch hat sicher nicht selten dafür in die Tasten gehauen.

Mein Lack ist inzwischen trocken und ich denke, eure Posts sind für mich vor allem eins. Inspiration. Und ich schätze, das ist auch den Sinn. Also, wie seht ihr das, wie macht ihr das?

Ich würde mir ein paar Antworten von ein paar Mitstreiterinnen wünschen ;)
Danke schon mal im Voraus.

Kommentare:

  1. Erst einmal ein großes Kompliment für den Post. Sowohl das Thema als auch die Umsetzung ist dir perfekt gelungen und ich habe noch nie zuvor einen derart ehrlichen Beitrag gelesen.
    Jetzt würde ich gern meine Meinung dazu loswerden: Ich lese viele Blogs, die ähnlich alt aber um einiges erfolgreicher sind als meiner. Natürlich denke ich mir oft "Oh, das ist ja cool. Diese Kooperation hätte ich auch gerne an Land gezogen.". Ähnlich wie bei dir. Und andererseits, wenn ich einmal was Tolles zu posten habe, mache ich das meist auch nicht ganz ohne den Gedanken der Selbstpräsentation. Mit Neid oder (auf der anderen Seite) Geltungsgeilheit hat das aber wenig zu tun. Ich denke das liegt einfach in der Natur des Menschen. Solange es nicht zu sehr in eine der beiden Richtungen ausschlägt ist das völlig in Ordnung. Und man sollte sich natürlich immer vor Augen halten, aus welchen Gründen man sich für's Bloggen entschieden hat. Es soll ja schließlich Spaß machen. Verbissenheit gibt es schon viel zu viel auf der Welt.

    Ich kann deine Bedenken und all deine Äußerungen sehr gut nachvollziehen. Danke, dass du das Thema mal angesprochen hast.

    Liebe Grüße,

    Ines | twashion.com

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    1. Liebe Ines,
      Ich finde es toll von dir, dass du dich auch zu dem Thema geäußert hast. Vielen lieben Dank für dieses ehrliche Kommentar. Ich glaube, gerade bei inneren Konflikten kann man nur ehrlich zu sich selbst sein. Und ich stimme dir voll und ganz zu, Bloggen soll in erster Linie Spaß machen. Danke auch für dein Lob.
      Liebste Grüße
      Kali

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