Samstag, 4. Juli 2015

Aufgemerkt: Sonnenbrillen

Was hat es nur mit Sonnenbrillen auf sich, dass sie gerade so besonders gefragt sind, vor allem in den schrägsten Farben und Formen? 70s are back! Doch was versteckt sich eigentlich hinter den Kennzeichnungen auf Sonnenbrillen und taugen die günstigen von H&M überhaupt? Sollte ich nicht lieber zum Optiker gehen und mich umfassend beraten lassen?



Es gibt einige Dinge, die eine Sonnenbrille tut. Wie Sonnencreme schützt sie uns vor gefährlichen Sonnenstrahlen. Nur, dass wir eine Sonnenbrille eher aufsetzen, um draußen besser zu sehen und die Augen nicht zukneifen zu müssen. Der Schutz ist den meisten herzlich wurscht, nur gut aussehen soll sie, die Brille. Schon klar :) Geht mir meist genauso. Doch beim Kauf sollte man auf einige Dinge achten, denn wer eine Sonnenbrille trägt, verhindert oder mildert den natürlichen Reflex der Auges, zu starkes Licht mit Zukneifen abzuwehren. Das sorgt für Sorglosigkeit und die Augen werden - ohne richtigen Schutz durch die Brille - der Sonne quasi auf dem Silbertablett serviert. Augen auf einem Silbertablett - klingt nach Horrorfilm. Kann es auch sein.


Mit Brillen ohne Kennzeichnung ist nicht zu spaßen. Im Urlaub am Strand gekauft, können sie zudem falsche oder irreführende Kennzeichnungen haben. Da lieber die Finger davon lassen. Eine solche Brille macht´s nur schlimmer, selbst wenn sie hübsch ist. Es drohen Binde- und Hornhautentzündungen und selbst Grauer Star ist begünstigt. No-Go, würde ich sagen.


Irrtum Nr.1: je dunkler die Brille, desto besser schützt sie. Quatsch. Die Brille lässt es zwar weniger hell erscheinen, doch beim UV-Schutz ist das irrelevant. Auch eine helle Brille kann optimalen UV-Schutz bieten. Und da wir in Deutschland sind, gibt´s für alles Kennzeichnungen.


Hier schwer zu erkennen ist der Hinweis H2 auf der Innenseite des Bügels. Bezeichnungen wie S2, einfach 2 oder gar II sind ebenfalls üblich. Auf einer Skala von 0 bis 4 steht dieser Wert für die Stärke der Tönung der Gläser. Dabei eignen sich dunklere Gläser natürlich besser bei stärkerer Beanspruchung. Mit 2 oder 3 sollte man in den Urlaub fahren, wobei 3 bei hellen Oberflächen wie Strand und Meer am besten ist. Mit 4 darf man übrigens kein Auto fahren ;)


Die ShowtEYEme (diese hier) von George Gina & Lucy ist schon länger mein Begleiter, in zwei Rahmenvarianten. Das CE Zeichen ist Pflicht und ein bekanntes Prüfsiegel einer EU-Richtlinie, die allerdings nur eine Mindestabdeckung von 22% der UV-Strahlung verlangt! Ziemlich wenig.
Auch hier gibt´s die Werte von 0 bis 4, wobei 0 keinen ausreichenden Schutz bietet.
In Deutschland reicht normal ein Wert von 1, 2 ist bei schönem Wetter gut, 3 heißt sehr intensiver Schutz und ist für Urlaube in südlicheren Gefilden angebracht. 4 ist eher ratsam für Wanderungen in Gebirge und Gletscher.

Es gibt zudem noch andere Hinweise auf Sonnenbrillen, die Beachtung finden sollten.


Solche Modelle gibt´s inzwischen überall günstig zu kaufen. Jeder will sie, nicht jedem stehen sie, doch darauf wird eher weniger Wert gelegt. Gut ist, was gefällt.
UV 400 ist ein Wert, der relevant ist für den Kauf einer Sonnenbrille. Er bedeutet den Schutz vor UV-A, -B und -C Strahlen in der Wellenlänge bis 400 Nanometern, also dem schädlichen Bereich. Das sollte also definitiv auf einer Sonnenbrille stehen. Auch den Hinweis 100% UV Schutz gibt es, doch geläufig und bestätigt ist UV400. Alles andere ist nicht so eindeutig.


Beim guten Optiker könnt ihr eure bereits gekauften Brillen testen lassen, doch am besten gleich drauf achten, dass die wichtigen Infos alle drauf sind. Auch beiliegende Heftchen und Etiketten können Informationen enthalten! Dann kann man auch in jedem anderen Geschäft wie H&M eins der begehrten It-Pieces des Sommers erwerben. Die beiden Geschwister in rot und blau sind übrigens von NewYorker, obwohl ich da sonst nie bin.

Natürlich berät einen ein Optiker hinsichtlich der Verwendung, Farbtönung und Dunkelheit von Gläsern, die Auswahl ist meist groß und auch in normale Brillengestelle können dort getönte Gläser eingearbeitet werden. Wenn ihr eine Brille tragt, ist der Gang zum Optiker meist unabwendbar. Getönte Gläser in Sehstärke gibt´s in anständiger Qualität nur hier.
Wartung und Reinigung ist oftmals eine kostenfreie Service-Leistung, es gibt also auch einige sinnvolle Gründe, zum Optiker zu gehen. Was euch letztendlich lieber ist, entscheidet ihr.

Doch jetzt die Hiobsbotschaft überhaupt: alles Firlefanz, denn selbst die beste Optiker-Sonnenbrille schützt nur vor 40% der Einstrahlung. Die restlichen 60% fallen aus den Bereichen ins Auge, die die Brille nicht abdecken kann, also von Oben und den Seiten.
Der Clou: wir sollten jetzt nicht nur alle schnellstens gut aussehende, sichere Sonnenbrillen mit bestem Schutz kaufen, nein, es muss auch noch ein schicker Sonnenhut her.
Schließlich haben wir da draußen Sommer und gegen solch wichtigen Schutz kann doch niemand etwas haben ;)
Genießt die schönen warmen Tage in vollen Zügen.

Kommentare:

  1. Hallo liebe Jessy,
    ich freue mich über jedes deiner Kommentare <3
    Ich hoffe, ich kann die beiden neuen bald ein- und aufsetzen.
    Liebste Grüße

    Kali

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