Freitag, 9. Oktober 2015

Duftet nach: George Gina & Lucy Code Orange

Ich hätte gern jemanden, der mich immer mit neuen Düften versorgt. Ein Kooperationspartner, der stets meinen Geschmack bewundert und daher nicht auf meine Duft-Reviews verzichten möchte. Ich weiß natürlich, dass das Utopie ist, doch da ich Parfum so sehr schätze, könnte ich mir vorstellen, regelmäßig neue, spannende, exquisite Düfte für euch zu testen. Zunächst führe ich allerdings die Reihe neuer GG&L Parfums fort, von denen ich euch hier bereits Blue Cosmo vorgestellt habe.


Von Code Orange hatte ich im Netz schon etwas gelesen, daher dachte ich, es wäre besonders interessant für mich. Umso überraschter war ich, als mein Eindruck mir unangenehme Gänsehaut verursachte.
Ich sprühe und zuerst ist es spritzig und etwas orangig. Das verfliegt jedoch umgehend und eine sehr handfeste Süße schlägt einem die Rübe zu Brei. Laut Inhaltsbeschreibung wird die Basis-Note von Kokos, Erdbeere, Jasmin und Iris bestimmt, doch ich nehme nur einen gigantischen Zuckerwürfel wahr. Erdbeere? Vielleicht. Kokos? Vielleicht.


Es öffnet sich mir eine Kulisse einer Kirmes oder eines Rummelplatzes im Sommer bei 30°C. Die Sonne scheint auf die Buden mit den Süßigkeiten und sämtliches Zuckerzeug verbindet sich zu einem Aroma, das ganze Wespenschwärme anzieht. Zuckerwatte, Karamell-Äpfel, gebrannte Mandeln, der Zucker auf den Lebkuchenherzen. Es ist so überwältigend, dass ich nicht mal mehr weiß, ob ich gerade Lust auf einen kandierten Apfel bekomme oder eben ein Dutzend davon verspeist habe.
Es riecht wie in diesen Bonbonnieren, wo man allerlei Gummischlangen und Gedöns bekommt, von dem man nach ein, zwei Bissen bereits genug hat. So auch von Code Orange. Ich habe genug. Von Vanille und Kindergeburtstag mit Benjamin-Blümchen-Torte und Marshmallows auf dem Kakao.


Nun frage ich mich, welche Art Frau diesen Duft wohl zu welcher Gelegenheit tragen könnte. Wo sonst eine Menge Ideen aus der kleinen Quelle in meinem Köpfchen sprudeln, sorge ich mich nur um die Nase, die das hier erschnuppern muss.
Womöglich könnte ich den Geruch ertragen, wenn er beim Backen von süßen Plätzchen und anderen Zuckereien in meiner Küche entstünde, doch ich würde den Duft höchstens zu einem Junggesellinnen-Abschied ertragen. Oder zum Karneval. Wo´s etwas Auffälliges, Aufdringliches braucht, um aus der Masse hervor zu stechen.


Ein Alltagsduft ist es auf keinen Fall. Im Büro würde man wohl ein Kommentar wie Warste im Puff oder was? ernten. Fast mag es mich an die sehr preisgünstigen Düfte unbekannter Marken erinnern, die ganz hinten, ganz unten in den Regalen der Drogerieketten stehen.
Wer nun mehr von mir und meiner Beschreibung erwartet hat, wird sich wohl selbst ein Bild machen müssen von Code Orange.
Mein Fazit: viel zu süß, viel zu präsent und viel zu schwer.

Habt ihr den Duft schon getestet? Wie seht ihr das?
Eure Kali

English:
This perfume is far too much for me. Code Orange by George Gina & Lucy is the second of three fragrances I will review for you. The first seconds it´s like orange and then it just goes sweet and sweeter like on a fairground in the summer when the scents of every candy truck mix up to one horrible smell. It´s like cotton candy, caramel apples, roasted almonds and the glazing on gingerbread hearts. I have no idea when to wear that kind of perfume. Can´t imagine a woman liking that kind of aroma. Excuse me.



Kommentare:

  1. süß!

    http://carrieslifestyle.com
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    1. Hallo Carrie,
      etwas zu süße vielleicht ;).
      Lieben Dank für dein Kommentar.
      Liebst
      Kali

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Liebst
eure Kali P.