Donnerstag, 23. Juni 2016

Keine Tipps für Blogger-Frischlinge, bitte!

Wie werde ich erfolgreich beim Bloggen? Was macht einen guten Blog aus? Die obligatorischen 10 Dinge, die Blog-Einsteiger wissen müssen... ja ja, ich kurve um diese Posts herum, seit ich begonnen habe, zu bloggen. Wie jetzt? Ich hab sowas noch nie gelesen? Ich hab mir keine verrückten Tipps noch verrückterer Gleichgesinnter geholt, um diesen Blog zustande zu bekommen? Jo, so sieht´s aus. Nein, Moment, einmal hab ich das Zeug gelesen, um mal rauszukriegen, was da so geschrieben wird. Was andere für den Stoff, aus dem Blogger-Träume sind, halten. Ich bin ja froh, dass sie sich dafür nicht (alle) bezahlen lassen.

Es klingt immer so, als brauche man nur dies und jenes tun und schwupps ist man ein mega-beliebter Blogger und wird von allen gelesen. Ernsthaft jetzt? Ich glaube auch nicht an Hexen... naja, vielleicht sollte ich das. Immerhin finde ich eine Menge nutzloser Zaubersprüche oder zumindest einige, die gar nicht so einfach sind wie sie scheinen. Ich war dann doch mal recherchieren, um mich weiterzubilden und stellte fest, dass ich einiges falsch mache. So ein Ärger.
Was genau, ist mir dabei eigentlich schnuppe. Bloggen ist eine scheiß Arbeit.

Das klingt hart. Ist es auch. Schlaubergerei... ähm, sorry, nützliche Tipps sind zwar schön und gut, doch im Endeffekt gibt´s keine ernsthafte Abkürzung zum Erfolg - wie sonst auch, es sei denn, man hat eine große, attraktive, leicht idiotische Familie am Start, die sich gern vor der Kamera räkelt. Ich habe keine nennenswerten Erfolge mit meinem Blog, also warum mir zuhören?
Weil vielleicht auch gescheiterte Blogger vom Leben erzählen können.
Ja, ich bezeichne mich als gescheitert, doch das macht nix. Es ist eben ein Geschäft, in dem nicht jeder Fuß fassen kann. Viele krepeln unter dem Radar rum und hoffen, irgendwann ein kleiner, leuchtender Punkt auf dem Schirm großer und größerer Firmen zu sein. Kontinuität ist dabei das Zünglein an der Waage, doch jeder Mensch hat einen Alltag, ein reales Leben und Probleme.
Blogger haben für sich selbst keine Zeit. Sie haben kaum ein eigenes Leben. Sie tingeln von Termin zu Termin, reisen rum wie Models zu Castings und schreiben dazu glänzende, seo-optimierte Texte. Oder sie lassen schreiben, wenn sie eine Agentur im Rücken haben, die für sie organisiert.
Manche von ihnen werden gefeiert wie Stars. Privatsphäre = 0. Jeder Schritt verfolgt von der eigenen Kamera. Immer lächeln. Perfektes Drum Herum. Themen richten sich nach dem Trend.
Von denen darf keiner mehr machen, was er oder sie will, ohne es mit irgendjemandem abzusprechen, der auch noch ein Wörtchen mitzureden hat. Geil, ja? Nicht für mich. So´n bisschen vielleicht, doch den ganzen Stress, da würden meine Nerven glatt aussteigen.

Ich habe all das, was ich hier tue, aus eigenem Antrieb entwickelt und gestaltet. Mein Logo ist meine Idee, meine Gestaltung, ganz ohne Hinweise und Hilfe. Ich hab gelernt, mich mit allem selbst auseinander zusetzten, bis ich bei einer Optik ankam, die ich immer noch ganz okay finde. Ist sicher nicht die Krone, doch vielleicht ein locker gebundener Gänseblümchen-Kranz auf meinem Köpfchen. Man darf natürlich Templates oder Blogger zur Hilfe nehmen, doch wenn ihr gern schreibt und ein Publikum für eure Ergüsse sucht, fangt einfach an. Macht es für euch. Wie es am Anfang aussieht, ist nicht wichtig. Mit der Zeit findet ihr euch rein, findet euren Stil, findet die wichtigsten Eckpunkte. Und macht euch nix draus, dass ihr ein Neuling, ein Frischling seid. Das war jeder mal. Ob ihr groß rauskommt? Ob ihr ein toller Influencer werdet, beachtet von der Masse? Findet es doch raus.
Machen oder lassen. Mehr gibt´s nicht.

Liebst
Eure Kali

Kommentare:

  1. cooler Beitrag
    http://carrieslifestyle.com

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  2. Ich bin immer wieder zwischen dem Gänseblümchen-Kranz und der Krone hin- und hergerissen. Wer will nicht erfolgreich sein, vor allem mit etwas, das einem Spaß macht. Bei all dem ganzen Stress und der Richtlinien und Co. macht es dann aber noch Spaß?! Schwierig, schwierig und ein Thema mit dem ich mich immer wieder auseinandersetze..
    Schöner Bericht btw ;).

    Liebste Grüße
    Sylvi

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    1. Hey Silvi,
      ich lehne den Erfolg nicht rigoros ab, das nur mal am Rande. Doch es gibt immer Bedingungen. Erfolg fordert immer Dinge von uns, die uns nicht schmecken. Es gibt den Honig nicht ohne die Bienen.
      Danke für dein Kommentar.

      Liebst
      Kali

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  3. Ich finde, es hängt davon ab, wie man erfolgreich definiert und was man erreichen will. Man kann es mit Geld definieren. Aber für mich ist es ein Erfolg gewesen, die 1000-Follower Grenze auf FB zu knacken. Es ist für mich ein Erfolg, wenn sie schreiben, dass ihnen mein Essen geschmeckt hat. oder dass mein post sie zum nachdenken bewegt hat. Ich verdiene mit meinen Blog keinen Cent - und das will ich auch nicht, so viel Energie und Zeit will ich nicht reinstecken. Das würde mir einfach keinen Spaß machen.
    Aber fakt ist, man kann beim Bloggen vieles falsch machen. Wie oft habe ich sofort einen Blog weggeklickt, weil ich mir dachte "Oh mein gott, meinst er/sie es ernst?!". Weil die Farbwahl katastrophal war, weil die person noch nie einen Duden benutzt hat (und ja, ich weiß, dass sich in meinem Kommentar Fehler verstecken - aber das ist auch kein Blogpost), weil sie mit ihren Blogposts nichts aussagt. Für solche Leute finde ich solche Tipps hilfreich. und wer weiß? viellecht werden sie damit Geld verdienen.

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    1. Hey Alex,
      wenn du wüsstest, wie gruselig dieser Blog mal aussah *lach*.
      Meine Texte waren auch nicht immer gehaltvoll. Leben und die damit verbundene Erfahrung haben mir das gezeigt. Und natürlich bin ich auch so eine fleißige Blog-Leserin. Was ich da sehe, lehrt mich genug, auch ohne die Tipps. Rechtschreibung... tja... da hätte man in Deutsch aufpassen müssen.
      Ich verfechte Learning by Doing. Wache Augen. An open mind. Wer damit nicht genug mitbekommt, hat auch die Tipps nicht verdient.

      Liebst
      Kali :*

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Liebst
eure Kali P.