Montag, 24. Oktober 2016

Von Kunst und Kleinkram

Der dicke Hintern ist auf der Couch, eine Tüte Tortilla Chips dran angelehnt, auf der Hüfte hab ich den Käse-Dip geparkt. Draußen gießt es aus Eimern und Er macht sich zum Sport fertig. Montage sehen bei mir irgendwie immer anders aus. Sonntage auch, wie mir scheint, denn gestern war ich in Leipzig zu den Designers´ Open in der Kongresshalle am Zoo. Zuerst wollte ich Samstag, doch da war ich zu faul. Auch ein Grund, weshalb hier aktuell so wenig los ist.
Doch ich schweife ab. Endlich war es mal nicht die Messehalle, die zwar schön, doch sonst irgendwie schwer erträglich für dieses Event ist. So war der Besuch eher einem Gang durchs Labyrinth ähnlich, doch wesentlich angepasster die Räumlichkeiten. Als hätte ein blindes Huhn doch mal ein Körnchen gefunden.


Es war schon mein dritter Besuch dieser Veranstaltung, also hat frau bereits Vergleichbares gesehen. Ich kam gleich zu Anfang mit den netten Leuten von ChariTea/LemonAid ins Gespräch, die mir allerhand Spannendes und Wichtiges zu ihren grandiosen Tees und Limonaden erzählten. Ich hätte am liebsten eine Stiege mitgenommen, doch wer trägt schon gern so viele Flaschen? Fazit der Kostproben: super köstlich, ohne zu viel Zucker, eine großartige Idee. Ich möchte in meinem Heimatort auch ein Fläschchen auf der Karte auf deren Webseite sehen, also Schillers, M7, Moms Burger oder Samocca, nehmt die Getränke in euer Sortiment und ich besuche euch beim nächsten Bock auf Essengehen und schreibe hier über euch! Meldet euch bei der lieben Sarah Stiller!

Desweiteren verliefen Er und ich uns erst mal und ich zweifelte an meiner navigatorischen Fähigkeit, doch meine Designer-Nase brachte mich zum Glück noch in meinen Bereich. Der erste Stand, der mir auf- und gefiel, war der von 1618.design. Kaum zu glauben, wie verrückt mein Herz gerade schlägt, als ich den Webshop aufrufe. Die Stücke sind nicht nur einzigartig, sie sind lebendig und natürlich und erinnern mich daran, wie ich als Kind bei Waldspaziergängen mit meinen Großeltern alles mögliche aufgesammelt und zu hause mit Omis Hilfe in kleine Gestecke verwandelt habe. Ich liebe die Natur, allein deshalb war ich regelrecht geplättet von der Auswahl. Ein echtes Highlight der #DO16.


Der nächste Hingucker stand gleich daneben: Rahel Fiebelkorn. Der Spruch auf ihrer Webseite stimmt. Ich mache Schmuck für Frauen, die unkonventionell und im Beruf wie im Privatleben mutig sind. Ich möchte Frauen ansprechen die selbst etwas bewegen . Das tust du, liebe Rahel. Ich habe mich definitiv angesprochen gefühlt von deinen Kreationen. Sie vermittelten mir den Eindruck, etwas Ähnliches noch nie gesehen zu haben. Etwas, dem ein besonderes Gefühl anhaftet. Du warst mir sehr sympathisch, darum hast du meine Visitenkarte bekommen. Erinnerst du dich? Ich fragte nach einer Kooperation. Die schwere Bergkristallkette ist immer noch in meinem Kopf.

Leider kann ich nicht alle großartigen Aussteller benennen, doch zwei müssen definitiv noch ihr Lob abbekommen.
Meine absolute Liebe und Vernarrtheit galt und gilt dem Schweizer Rafaele Haldimann und seinen beiden entzückenden Damen, die mein Herz zum Schmelzen brachten. Ich probierte ein paar ihrer traumhaften Ringe auf und wurde direkt in ihr Werk eingebunden. Die ideale Model-Hand, die perfekte Hautfarbe - guck mal, ihr steht einfach jeder Ring! Ich war nicht nur überrascht, wie freundlich und liebenswert die zwei Frauen mit mir umgingen sondern auch davon, dass sie recht hatten. Hätte ich nur gestern gewusst, was mir heute fehlt - nämlich einer ihrer Ringe - hätte ich einen gekauft. Stattdessen hoffe ich auf das Gewinnspiel über einen Gutschein, auch wenn mir der Gedanke nach einer Kooperation immer noch im Ohr klingelt. Es wäre mir eine außerordentliche Freude, euch ein paar Fotos meiner Finger gekrönt mit einem eurer Kunstwerke für euren Shop zur freien Verfügung zu übersenden. Ich denke, ich werde euch eine Mail schreiben.


Last but not least waren da noch die zwei Mädels von Faible, die ich wohl etwas verrückt gemacht habe mit meiner Art. Sie habe ich kurz vor Ende der #DO16 besucht. UND etwas gekauft. Ihren Shop hatte ich zuvor schon bei Etsy entdeckt, doch das war mir beim Anblick ihrer Schmuckstücke glatt entfallen. Beton hatte ich als Material für Schmuck noch nie im Sinn gehabt, doch jetzt hätte ich doch noch gern die passenden Ohrringe, bitte. Und wenn ihr schon mal beim Einpacken seid, bitte noch die Pfotenbrosche, die Ketten mit den Holzperlen, diese Vase und solch einen Pflanzenhalter... ach ähm, ja, das Einhorn Nagelbild und die XOhrringe und... ich übertreibe (leider nicht).
Ihr wart mir mega sympathisch, darum habt auch ihr meine Visitenkarte mit dem kuriosen Namen bekommen. Kali Parvati Mahavidya - wisst ihr noch, was er bedeutet?


Zu guter Letzt möchte ich mich natürlich noch bei all den inspirierenden Menschen bedanken, die mir Einblicke in ihr Schaffen gewährten. Die fabelhafte Martina von izMi, die immer wieder schockierend-passenden Sprüche von The Essence of Hass bzw. deren Tücher von Ein Löffel voll Zucker, die rubust-filigrane Kollektion aus Muttern von maugold oder die perfekten Rahmen bei Theresa von VIU. Wenn mein Sparschwein Flügel hätte, wäre kein Beutel leer geblieben an euren Ständen. Ich war verliebt, verliebt, VerLIEBT in euch alle! Leider gab´s für mich diesmal nur Kleinkram, über das ich mich nicht weniger freue.


Ein dicker Dank gilt auch dem überfreundlichen Barista, dem Security-Menschen draußen bei der eigentlich nicht zugänglichen Terasse und einem lustigen Pärchen, das ebenfalls die #DO16 besuchte. Ihr habt meinen Milchreistag mit Apfelmus und Zuckerzimt verfeinert. Einfach köstlich!

Mein letztes Wort zu diesem Eintrag: Weitermachen! #DO17 kommt bestimmt. Und ich auch.

Liebst
Eure Kali

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